
Wissen
In der Wissensdatenbank finden Sie erklärungsbedürftige Begriffe, beispielsweise "relative Genauigkeit". Die Datenbank wird permanent erweitert und an neue Entwicklungen angepasst. Sie können sich zu einem bestimmten Thema, etwa zum GPS-Positionierungsystem und den dazugehörigen Korrekturdaten, informieren - oder einfach schmökern und sich Wissen aneignen.
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Die wiederholbare Genauigkeit über Jahre hinweg. Nähe zur wahren Position.
Die absolute oder wiederholbare Genauigkeit ist ein Maß, wie genau eine bestimmte Position wieder gefunden werden kann. Es geht also um die Nähe zur wahren Position. Absolute Genauigkeit gibt an, wie genau Sie eine Fahrgasse, einen Damm oder eine Pflanzreihe auch nach Wochen oder Jahren mit der angegebenen Genauigkeit wieder finden und befahren können. So bedeutet z. B. eine absolute Genauigkeit von 2 cm, dass beim Befahren derselben Spuren in der nächsten Saison mit einem maximalen Versatz von 2 cm zu rechnen ist.

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Bezeichnet Systeme, die von einem Flugobjekt getragen werden.
In der Regel findet sich der Begriff "Airborne" v.a. in der Fernerkundung wieder. Damit werden i.A. flugzeug- oder UAV-getragene Vermessungssysteme bezeichnet. UAV (unmanned aerial vehicle) steht für ein unbemanntes Fluggerät (Drohne). Aber auch Systeme auf Zeppelinen, Heißluftballons oder Gleitschirmen werden mit dem Beiwort "Airborne" näher beschrieben. Bei geo-konzept finden Sie Systeme für das Airborne Laserscanning.
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Airborne Laser Terrain Mapper
Die ALTM -Serie stellt fast die komplette Produktpalette der kanadischen Firma Optech an Airborne-Laserscannern. Komplettiert wird diese Sparte durch den revolutionären SHOALS, der Unterwasserscannen möglich macht. Optech Inc. ist der Pionier im Airborne Laserscanning und nimmt seit fast 40 Jahren die Vorreiterstellung in der Industrie ein. Mit einem Marktanteil von über 70% ist Optech der Marktführer im Airbornesegment. Dieser Pionierrolle ist Optech auch für die Portierung der mobilen Technik von der Luft auf die Straße gerecht geworden. Mit dem LYNX Mobile Mapper System bietet Optech das erste Fahrzeuggetragene Laserscanningsystem an. Der LYNX ist inzwischen bereits in der zweiten Produktgeneration erschienen! Auch die stetige Verbesserung der Leistungsmerkmale der Airbornescanner findet bei Optech statt. So nimmt Optech mit der ALTM-Reihe bei allen wichtigen Leistungskennzahlen die Spitzenposition ein.
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Die Anbaugerätesteuerung hält auch das Arbeitsgerät per Satellitennavigation exakt auf der Ideallinie. Automatische Teilbreitenschaltung und Mengenkontrolle machen die Arbeit noch effizienter.
Trimble bietet mit der optionalen Erweiterung TrueTracker oder TrueGuide für das FmX bzw. FieldManager Display auch eine Steuerung für Arbeitsgeräte an. So kann das Gerät in Kurven oder am Seitenhang zentimetergenau entlang von Reihen, vorgeformten Dämmen oder vorbearbeiteten Streifen geführt werden. Die Hackschare können näher an der Kultur arbeiten, und die mechanische Unkrautbekämpfung wird so effektiver. Es muss weniger Erde an Dämmen bewegt werden, Wasserverluste lassen sich reduzieren und Düngemittel kommen punktgenau, kosten- und umweltoptimal an die Pflanzenwurzel. Vorhandene Maschinenkapazitäten können besser ausgelastet werden. Dadurch kann mit dem gleichen Maschinenbesatz eine höhere Flächenleistung bei besserer Arbeitsqualität erzielt werden. Es lassen sich auf diese Weise Betriebsmittelkosten einsparen und die Qualität der Produkte optimieren. Es kann u.a. bereits im Vorauflauf mit der mechanischen Unkrautregulierung begonnen werden.
TrueTracker bestimmt mit einem eigenen GPS-Empfänger und einem Navigationscontroller die Position und den Gierwinkel des Anhängegerätes. Die Position und der Kurs des angehängten Gerätes werden vom Navigationscontroller wie beim Autopilot über ein hydraulisches Steuerventil und eine gelenkte Achse bzw. Scheibenseche oder einen Verschieberahmen korrigiert. Deshalb spricht man bei TrueTracker von einer aktiven Gerätelenkung. Die aktive Gerätelenkung ist besonders für Reihen- und Sonderkulturen zu empfehlen.Die passive Anbaugerätelenkung TrueGuide besteht lediglich aus einer zweiten GPS-Antenne auf dem Anbaugerät, um damit dessen Position zu erfassen. Die Seitenneigung wird vom Fahrzeug übernommen und in die Berechnungen mit einbezogen. Durch die genaue Angabe der Gerätegeometrie wird bei der passiven Gerätelenkung TrueGuide das Fahrzeug so positioniert, dass das Anbaugerät auf der Sollspur gehalten wird. Da die Querneigung des Gerätes
hierbei nur vom Fahrzeug übernommen wird und auch die direkte Lenkung fehlt, reagiert TrueGuide etwas langsamer bzw. ungenauer als TrueTracker. Für Reihenkulturen eher ungeeignet, stellt die passive Gerätelenkung jedoch für den Getreideackerbau eine günstige und sinnvolle Erweiterung dar. Besonders für Geräte die je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlichen Seitenzug aufweisen, für lange Arbeitsgerätkombinationen oder für Betriebe mit vielen Hanglagen bietet diese Technologie weiteres Einsparpotential und exakteres Arbeiten.Anbaugeräteüberwachung
Eine sinnvolle Erweiterung und Entlastung für den Fahrer ist die automatische Teilbreitenschaltung und Überwachung der Ausbringugsmengen. Die Kosten für Betriebsmittel können erheblich reduziert werden. Bis zu zehn Teilbreiten eines Anbaugeräts werden GPS-gesteuert automatisch ein- und ausgeschaltet. Besonders am Vorgewende werden Fehlstellen und Überlappungen auf ein Minimum reduziert. Das Ergebnis: Mitteleinsparung bei Düngung, Pflanzenschutz und Aussaat, verbesserter Pflanzenwuchs und eine deutliche Entlastung des Fahrers. Das Parallelfahrsystem FmX Integrated Display sowie EZ-Boom unterstützen die automatische Teilbreitenschaltung und Mengenregelung.
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Navigationshilfe mit Display und Lichtbalkenanzeige unterstützen den Fahrer. Gelenkt wird mit höchster Präzision über die Hydraulik.
Automatische Lenksysteme greifen in die Lenkhydraulik ein und sind meist mit einem Lenkwinkelsensor und verschiedenen Sensoren für den Ausgleich von Wank- und Nickbewegungen ausgestattet. Sie können auch aktiviert werden, wenn das Fahrzeug quer zur Fahrtrichtung steht und lenken das Fahrzeug im Gegensatz zu Lenkassistenzsystemen auch bei Rückwärtsfahrt oder sehr kleinen Geschwindigkeiten (bis 150 m/h) mit hoher Präzision.
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Die DGPS-Korrekturdatendienste BEACON und KÜSTENFUNK bieten eine absolute Genauigkeit unter 1 m und eine Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 10-30 cm.
Das Küstenfunkkorrektursignal diente ursprünglich zur Korrektur der Positionsbestimmung für die Schifffahrt. Deshalb war dieser kostenlose Dienst, der im Mittelwellenbereich per Funk übertragen wird, bis Anfang 2005 nur in der Nähe der Nord- und Ostseeküste verfügbar. Im Verlaufe des Jahres 2005 wurden allerdings Referenzstationen in ganz Deutschland für die Binnenschifffahrt installiert.
Das Küstenfunkkorrektursignal erlaubt eine sehr zuverlässige Positionierung. Das liegt an den hohen Sicherheitsanforderungen der Schifffahrt. Außerdem sind die Entfernungen zu den Basisstationen im Vergleich zu anderen Korrekturdatendiensten sehr gering. Das Küstenfunkkorrektursignal wird nicht wie satellitenbasierte Korrektursignale (EGNOS, OmniSTAR) durch Bäume und Gebäude abgeschattet.Küstenfunk/Beacon kann weltweit empfangen werden, sofern in der entsprechenden Region ein Küstenfunksender verfügbar ist. Eine Küstenfunk-Basisstation empfängt GPS-Signale und bestimmt den Fehler der GPS-Messung. Aus den Fehlern werden Korrekturen berechnet, die im Mittelwellenfrequenzbereich gesendet werden. Die Korrekturdaten sind kostenfrei und können von beaconfähigen Empfängern im Umkreis von bis zu 300 km genutzt werden.
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Die exakte Vermessung der Oberfläche einer Bruchwand für sichere und wirtschaftliche Sprengplanungen.
Um Sprengungen sowohl sicher als auch wirtschaftlich effizient zu gestalten, ist es unumgänglich, genaue Daten über die zu sprengende Bruchwand zu erfassen. Dazu stehen prinzipiell zwei Verfahren zur Verfügung:
2D-Bruchwandvermessung
Bei der 2D-Vermessung werden aus den mit Hilfe eines 2D-Laservermessungsgerätes aufgenommenen Entfernungs- und Vertikalwinkeldaten zweidimensionale Profile der Bruchwand berechnet und graphisch dargestellt
3D Bruchwandvermessung
Bei der 3D-Vermessung werden zusätzlich zu den Entfernungs- und Vertikalwinkeldaten auch Horizontalwinkeldaten aufgezeichnet. Somit haben alle aufgenommenen Punkte eine eindeutige Lage im dreidimensionalen Raum und können als 3D-Bruchwandmodell visualisiert werden. Die Daten können mit sog. manuellen 3D-Lasersystemen oder mit automatischen Laserscannern aufgenommen werden.Mit den aus der 2D- bzw. 3D-Bruchwandvermessung gewonnen Daten können Sprenganlagen geplant und kontrolliert werden.
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nutzt einmal angelegte Fahrgassen über Jahre hinweg. Die Vorteile: Geringerer Bodendruck, Verbesserung des Wasserhaushalts und Verringerung der Zugwiderstände.
Beim Controlled Traffic Farming (Regelspurverfahren) werden alle Arbeiten von der Aussaat bis zur Ernte über mehrere Jahre hinweg in einmal angelegten Fahrspuren durchgeführt. Unter Umständen kann so auf eine Grundbodenbearbeitung verzichtet oder diese zumindest stark reduziert werden. Die systematische Rückverfestigung der Fahrgassen führt zu einer besseren Befahrbarkeit bei frühen Dünger- und Pflanzenschutzapplikationen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Ertrag bei Festlegung der Fahrgassen um etwa 10 % ansteigt und der Zugwiderstand in den unbefahrenen Zwischenräumen um 15 % reduziert werden kann. -
Differentielle Korrekturdaten zur Verbesserung der Genauigkeit von Satellitennavigationsdaten.
Die Genauigkeit von Satellitenortungssystemen (z .B. GPS) wird durch so genannte differentielle Korrekturen erheblich verbessert (DGPS). Differentielle Korrekturdaten werden von einer Basisstation (oder Referenzstation) ermittelt und an einen GPS-Empfänger übertragen.
Basisstationen sind GPS-Empfänger, die an einer bekannten Position aufgestellt werden. Diese GPS-Empfänger kennen also ihre Position und können deshalb den Fehler der Laufzeitmessungen für jeden Satelliten bestimmen. Diesen Fehler nennt man Laufzeitfehler. Der Laufzeitfehler wird für jeden Satelliten von der Basisstation bestimmt.
Die Laufzeitfehler werden anderen GPS-Empfängern übermittelt (z. B. über Datenfunk, Mobilfunk, Mittelwelle oder Satellit). Wenn dieser GPS-Empfänger die Laufzeitfehler bei der Berechnung seiner eigenen Position berücksichtigt, spricht man von differentiell korrigiertem GPS.
Wie sehr die Genauigkeit durch differentielle Korrekturen verbessert wird, hängt davon ab, wie weit GPS Empfänger und Basisstation voneinander entfernt sind.
Es stehen verschiedene kommerzielle und kostenpflichtige, aber auch kostenlose Korrekturdatendienste in Deutschland zur Verfügung. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für einen solchen Dienst ist die Initialisierungszeit nach einer Signalabschattung. Besonders in Europa stehen an Feldgrenzen häufig Büsche und Bäume, die eine Signalabschattung verursachen können. -
Der DGPS-Korrekturdatendienst EGNOS bieten eine absolute Genauigkeit unter 1 m und eine Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 10 – 30 cm.
Der kostenlose Korrekturdatendienst EGNOS wird von der European Space Agency (ESA) betrieben. Die Korrekturdaten werden von geostationären Satelliten übertragen. Bei Abschattung (Richtung Süden) kann es zum Ausfall des Korrektursignals kommen. Über die Genauigkeiten, die mit EGNOS erreicht werden können, liegen aus dem Testbetrieb der letzten Jahre sehr unterschiedliche Ergebnisse vor. Die Zeiten der längeren Sendeausfälle oder abrupten Positionssprünge gehören der Vergangenheit an, denn seit Mitte 2008 liefert der Korrekturdatendienst EGNOS mindestens über einen Satelliten ein gültiges Signal. Obwohl offiziell immer noch im Testbetrieb, kann trotzdem behauptet werden, dass mit dem EGNOS-Dienst ein zuverlässiges, kostenloses Korrektursignal auch für landwirtschaftliche Zwecke bereitgestellt wird.
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Fest installierte RTK-Referenzstationen sind ortsfest und bieten in einem Radius von bis zu 20 km die bestmögliche Genauigkeit von 2,5 cm.
Bei dieser Installationsweise kann die Sendeleistung erhöht werden; so werden Reichweiten um die Antenne von maximal 20 km erzielt. Unter Umständen können sich so mehrere Betriebe eine Basisstation teilen. Die aufgelöste Bauweise erlaubt eine sehr gute Wartung, da alle Komponenten mit Ausnahme der beiden Antennen in einem Schaltschrank verbaut sind. Es können von einer Anlage praktisch unbegrenzt viele Fahrzeuge Korrekturdaten empfangen, was zu einer raschen Amortisierung der Anlage führt.
Über Repeater können Täler erreicht werden, die im Funkschatten liegen. So kann zwar nicht die Reichweite der Anlage erhöht, jedoch die Abdeckung optimiert werden. Stationäre Anlagen mit entsprechend großem Versorgungsradius setzen in jedem Fall die Zuteilung von für diesen Einsatzzweck vorgesehenen Frequenzen voraus. -
Europäisches Satellitenortungsystem mit einer Genauigkeit von +/- 10 Metern. Exakte Ortsbestimmung mit Korrektursignalen möglich.
Das europäische Satellitenortungssystem GALILEO wird bei der präzisen Ortung und Navigation auf absehbare Zeit keine nennenswerte Rolle spielen. Mitte 2009 sind erst zwei aktive Satelliten in der Umlaufbahn, im Jahr 2010 soll das System vier Satelliten umfassen. Nach gegenwärtigen Planungen wird GALILEO im Jahr 2013 mit 30 Satelliten betriebsbereit sein.
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Geographische Informationssysteme dienen der Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten.
Karten können vieles zeigen – Ländergrenzen, Bodenarten, die Anzahl an PKW pro 1000 Einwohner oder die Höhe über dem Meeresspiegel. Ein geographisches Informationssystem (GIS) ist im Grunde ein digitaler Stapel von beliebig vielen Karten. Sie liegen als Informationsschichten, so genannte Layer, übereinander und lassen sich miteinander kombinieren und auswerten. Welchen forstlichen Bestand habe ich im Flurstück von Herrn Mustermann, welchen Boden habe ich hier, welche Hiebsätze sind vorgesehen und wo fand hier im vergangenen Jahr eine Käferkontrolle statt? Per Mausklick lassen sich solche unterschiedlichen Informationen sammeln und für die weitere Arbeit nutzen. Und wenn es ins Gelände geht, kommen die digitalen Karten einfach mit – auf dem mobilen Rechner – und dank GPS wird jederzeit die aktuelle Position angezeigt.
GIS ist längt aus der täglichen Arbeit in Planungsbüros, öffentlichen Verwaltungen, dem Marketing und Umweltschutz und der land- und forstwirtschaftlichen Praxis nicht mehr wegzudenken. -
Russisches Satellitenortungsystem mit einer Genauigkeit von +/- 10 Metern. Exakte Ortsbestimmung mit Korrektursignalen möglich.
Die UdSSR (das heutige Russland) entwickelt seit 1972 ein eigenes Satellitenortungssystem namens GLONASS. Die ersten Satelliten wurden 1982 in die Umlaufbahn gebracht, 1995 verfügte GLONASS bereits über 25 Satelliten. Aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion schrumpfte die Anzahl der Satelliten bis 2001 jedoch auf sieben zusammen. Im Sommer 2009 senden 18 GLONASS-Satelliten Signale aus und die Zahl soll bis Ende 2009 auf 24 erhöht werden. Somit kann GLONASS als vollwertiges GNSS bezeichnet werden.
In der Regel werden die Daten der GLONASS-Satelliten nicht statt, sondern zusätzlich zu den Informationen ausgewertet, die GPS-Satelliten aussenden. Die Genauigkeit der mit GPS und GLONASS bestimmten Positionen wird nicht verbessert. Die kombinierte Nutzung führt allerdings zu einer deutlich besseren Signalverfügbarkeit. Insbesondere in nördlichen Breiten, nahe an und im Wald ist trotz Abschattung von Signalen eine zuverlässige Positionsbestimmung möglich.
Trimble GPS-Empfänger, wie der AgGPS 442 sowie die im FmX Display integrierten Empfänger, sind in der Lage, die Signale von GPS- und GLONASS-Satelliten zu verarbeiten. Sie sind damit besonders für solche Anwendungen geeignet, bei denen unter allen Umständen die Position sicher und genau bestimmt werden muss. Dies gilt vor allem, wenn es bei der geplanten Modernisierung des amerikanischen GPS-Systems weiterhin zu Verzögerungen kommt und hierdurch die Anzahl der verfügbaren GPS-Satelliten sinkt. -
Global Navigation Satellite System: Satellitenortungssysteme wie z.B. GPS.
Satellitenortungssysteme werden allgemein als GNSS bezeichnet. Die Abkürzung steht für Global Navigation Satellite System. GPS ist sicherlich das zurzeit meist genutzte GNSS.
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Amerikanisches Satellitenortungsystem mit einer Genauigkeit von +/- 10 Metern. Exaktere Ortsbestimmung mit Korrektursignalen möglich.
GPS ist ein System aus 24 Satelliten, mit dem eine Position auf der Erde bestimmt werden kann. GPS Satelliten senden Signale zur Erde. In diesen Signalen sind verschiedene Informationen enthalten. GPS Empfänger, welche die Signale über eine Antenne empfangen, können diese Informationen auswerten.
Die wichtigsten Informationen sind einerseits die sogenannten Almanachs (oder Ephemeriden) und andererseits die genaue Uhrzeit, zu der das Signal vom Satelliten ausgesendet wurde. Die Ephemeriden enthalten Informationen über die Umlaufbahnen der Satelliten. Mit Hilfe der Ephemeriden kann ein GPS-Empfänger sehr genau berechnen, wo sich ein Satellit am Himmel befunden hat, als er das Signal gesendet hat.
Ephemeriden werden auch in der Astronomie und in der Astrologie verwendet. Aus ihnen kann abgelesen werden, wann und wo am Himmel welcher Stern zu sehen ist.
Die Satelliten sind mit Atomuhren ausgestattet. Das Signal der Satelliten nutzt der GPS-Empfänger einerseits, um die genaue Uhrzeit zu bestimmen. Die Zeitangaben der GPS-Empfänger sind sehr genau, denn sie sind mit hochwertigen Quarzuhren bestückt. Andererseits werden die Signale der
Satelliten natürlich für die Positionsberechnung verwendet. Da dem GPS-Empfänger die genaue Uhrzeit bekannt ist, kann er berechnen, wie viel Zeit vergangen ist, seit die Signale der Satelliten ausgesendet wurden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Laufzeitmessung.GPS-Signale bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn man weiß, wie lange ein Signal für die Strecke von einem Satellit zum GPS-Empfänger gebraucht hat, kann daraus bestimmt werden, wie weit der Satellit vom GPS-Empfänger entfernt ist.
Dem GPS-Empfänger ist also bekannt, wo sich die Satelliten befinden und wie weit sie entfernt sind. Aus diesen Informationen kann er über ein Verfahren namens Trilateration berechnen, wo er sich befindet. Vergleichbar damit, wenn man eine Kugel mit drei Schnüren an der Decke befestigt: die Position der Kugel ist durch die Länge der Schnüre bestimmt.
GPS-Satelliten senden Ihre Signale auf zwei Frequenzen im sogenannten L-Band (L1 und L2) im Bereich von 1,5 GHz. Eine dritte Frequenz (L5) befindet sich momentan im Aufbau. -
GPS Empfänger verarbeiten die Signale von GPS Satelliten und berechnen deren exakte Position und Entfernung. Mit dem Empfang von mindestens drei GPS-Satellitensignalen kann der eigene Standpunkt auf der Erde bestimmt werden.
Die meisten GPS Empfänger verwenden lediglich die Signale einer GPS Frequenz (L1 Band). Wenn beide Frequenzen (L1 Band und L2 Band) für die Positionsberechnung verwendet werden, spricht man von sogenannten Zweifrequenz GPS Empfängern. Diese bestimmen ihre Position wesentlich genauer als Einfrequenz GPS Empfänger. Korrekturen für Zweifrequenzempfänger werden entweder über Kommunikationssatelliten oder terrestrische Funkstrecken übertragen.
Da GPS Empfänger oft in Fahrzeugen eingesetzt werden, kann bei der Positionsberechnung sowohl die Position als auch die über den Dopplereffekt bestimmte Geschwindigkeit des Fahrzeugs berücksichtigt werden. Solche Geschwindigkeits-Positions-Filter (z.B. OnPath Filter) führen zu einer weiteren Verbesserung der Positionsgenauigkeit. -
Die Genauigkeit von GPS wird durch unterschiedlichste Faktoren beeinflusst, etwa durch Signalabschattung, Anzahl der verfügbaren Satelliten oder atmosphärische Störungen.
Die Genauigkeit, mit der GPS-Empfänger ihre Position bestimmen können, ist begrenzt. Das hat verschiedene technische Gründe. So machen z.B. selbst Atomuhren bei der Zeitbestimmung Fehler.
Den größten Einfluss haben jedoch die Bedingungen in der Atmosphäre. Dabei spielt das Wetter nur eine geringe Rolle. Vielmehr sind die Zustände in der äußeren Atmosphäre (Ionosphäre) entscheidend. Dieser Bereich der Atmosphäre filtert die elektronische Strahlung, die uns von anderen Planeten und aus dem Weltraum erreicht und bricht die Signale der Satelliten wie Licht, das aus der Luft in Wasser eintritt. Wie stark die Signale abgelenkt oder gebrochen werden, hängt davon ab, wie stark elektromagnetische Strahlung aus dem Weltraum auf die Ionosphäre einwirkt.
Durch die Brechung und Reflexion der Signale wird ihre Laufzeit verändert, und fehlerhafte Laufzeitmessungen führen zu Fehlern bei der Positionsberechnung.
Neben Fehlern bei der Laufzeitmessung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Positionsberechnung: Wie viele Satelliten kann der GPS-Empfänger empfangen und wo stehen diese am Himmel? Ungünstige Konstellationen, wie etwa Satelliten, die dicht beieinander liegen können die Genauigkeit beeinträchtigen. Oder auch die Anzahl an Satelliten, deren Signale für die Positionsberechnung zur Verfügung stehen hat großen Einfluss auf die Positionsgenauigkeit. Je mehr Satelliten zur Verfügung stehen, desto genauer wird die Ortsbestimmung.
Wenn Signale von Satelliten durch Bäume oder Gebäude abgeschattet werden, wird die Positionsgenauigkeit eines GPS-Empfängers ebenso geringer werden. Es kann auch dazu kommen, dass das Signal eines oder mehrerer Satelliten an Bäumen oder Gebäuden reflektiert wird (Multipath oder Mehrwege-Effekt). Dadurch werden, wie bei der Brechung des Signals in der Atmosphäre, die Laufzeitmessungen des GPS-Empfängers verfälscht. Dabei verteilen sich die Fehler näherungsweise wie folgt auf die einzelnen Parameter:
Fehler
Größe des Fehlers
Einfluss
Satellitenuhr
< 1 m
nicht beeinflussbar
Bahndaten
< 1 m
nicht beeinflussbar
Empfänger (Rauschen)
1-3 m
Qualität, Antenne, GPS-Board
Atmosphäre
3-5 m
Differentielle Korrektur
Signalabschattung
Gebäude und Bäume meiden, Antennenhöhe
Mehrwegempfang
Gebäude und Bäume meiden, Filter
GPS-Empfänger können neben der Position auch die Geschwindigkeit, mit der sich der GPS-Empfänger bewegt, sehr genau bestimmen. Hierzu werden die Änderungen der empfangenen Signalfrequenzen über den Dopplereffekt bestimmt. Die Höhe eines Tons, also seine Frequenz, ändert sich, je nachdem, wie schnell man sich auf die Geräuschquelle zu- oder von ihr wegbewegt, wie zum Beispiel bei vorbeifahrenden Krankenwagen oder Polizeiautos. -
Korrektursignale verbessern die Genauigkeit der Ortsbestimmung. Je nach Anspruch stehen verschiedene Genauigkeiten zur Auswahl.
Übersicht gängiger Korrekturdatendienste
Korrektur L1
Korrektur L2
Genauigkeit Spur zu Spur
EGNOS
+
10-30 cm
Beacon (Küstenfunk)
+
15-30 cm
Starfire 1
+
15-30 cm
Omnistar VBS
+
15-30 cm
Omnistar HP/XP
+
+
5-10 cm
Starfire 2
+
+
5-10 cm
RTK
+
+
2,5 cm
Bei der Wahl des Korrektursignals sollten sowohl das Einsatzgebiet als auch die Arbeiten berücksichtigt werden, bei denen das Ortungssystem zum Einsatz kommen soll. Die Genauigkeit der Korrektursignale für die L1 Frequenz (EGNOS, Küstenfunk, StarFire1 und OmniSTAR VBS) sind für die Ertragskartierung, die Flächenvermessung und die Bestimmung der Position von Bodenbeprobungspunkten ausreichend. Der Einsatz von Parallelführungssystemen mit L1 Korrekturen führen bei der Grundbodenarbeitung, sowie alle anderen Maßnahmen im Vorauflauf und Anwendungen im Grünland zu einer Verringerung von Überlappungen und Fehlstellen.
Für die Aussaat von Getreide, Ölfrüchten und Reihenfrüchten wie Mais und Zuckerrüben sind L1-korrigierte Positionen in der Regel nicht ausreichend. Mit den kostenpflichtigen Korrektursignalen OmniSTAR HP sowie Starfire2 und einem entsprechenden Zweifrequenz GPS Empfänger kann die Genauigkeit beim Anschlussfahren auf 5 bis 10 cm verbessert werden. Beide Signale sind allerdings anfällig gegenüber Abschattungen durch Bäume und Gebäude.
Je höher der Anteil von Feldgehölzen und Waldrändern ist und je weiter nördlich sich der Standort befindet, desto weniger sind über Satellit übertragene Korrektursignale für die dauerhaft genaue Positionsbestimmung geeignet.
Von Vorteil ist die Nutzung der satellitengestützt übertragenen Korrektursignale allerdings dann, wenn ein GPS System in einem großen Einsatzgebiet (> 20 km) verwendet werden soll. Dies betrifft vor allem Lohnunternehmer, Dienstleister und große bzw. wenig arrondierte Betriebe.
Die höchste Positionsgenauigkeit (2,5 cm) wird mit Korrekturen von einer lokalen Referenzstation oder RTK-Daten aus einem Netzwerk erzielt. Die Datenübertragung erfolgt hierbei über Daten- oder Mobilfunk, der nicht von Bäumen oder Gebäuden abgeschattet wird.
Die hohen Anschaffungskosten einer eigenen Basisstation bzw. die Lizenzgebühren für Daten aus einem kommerziellen RTK-Netzwerk sind dabei dem Nutzen einer schnell verfügbaren und über Jahre hinweg stabilen Genauigkeit gegenüberzustellen. Die hohe Genauigkeit ist für den Einsatz von Lenksystemen beim Anbau und der Pflege von Sonderkulturen (Spargel, Erdbeeren, Gemüse) unerlässlich. Auch im großflächigen Getreidebau werden Referenzstationen beim Controlled Traffic Farming oder beim Strip-Till Verfahren eingesetzt.
Schließlich sind auf großen Betrieben, bei denen mehrere Fahrzeuge mit Lenksystemen eingesetzt werden, die Kosten für mehrere Korrekturdatenlizenzen den Kosten einer eigenen Referenzstation, die für beliebig viele Fahrzeuge genutzt werden kann, gegenüberzustellen. -
Berührungs- und reflektorlose, dreidimensionale Erfassung von Oberflächen durch lasergestützte Entfernungsmessung. (siehe auch: Laserscanning)
Moderne Laserscanner bieten die Möglichkeit, verschiedenste Oberflächen aus teilweise sehr großen Entfernungen schnell und genau zu erfassen. Damit ist es zum Beispiel möglich, von einer sicheren Position aus, steinschlag- oder rutschungsgefährdete Hänge zu scannen und auf diese Weise Oberflächenveränderungen zu erkennen. Laserscanner, wie sie die Firma geo-konzept anbietet, senden bis zu zehntausend Laserimpulse pro Sekunde aus und messen die Zeit, den ein solcher Impuls für die Strecke vom Scanner zur Messoberfläche und wieder zurück benötigt. Daraus errechnet sich der Abstand zum Scanner. Da der Scanner in der Lage ist, innerhalb von Minuten Millionen von Messpunkten aufzunehmen, entsteht ein hochaufgelöstes dreidimensionales Abbild des gemessenen Objekts.
Laserscanner finden in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung, von der Ingenieurs- und Architekturvermessung über Archäologie und Naturgefahrenforschung bis zum Einsatz im Bergbau. -
Berührungs- und reflektorlose, dreidimensionale Erfassung von Oberflächen durch lasergestützte Entfernungsmessung.
Moderne Laserscanner bieten die Möglichkeit, verschiedenste Oberflächen aus teilweise sehr großen Entfernungen schnell und genau zu erfassen. Damit ist es zum Beispiel möglich, von einer sicheren Position aus, steinschlag- oder rutschungsgefährdete Hänge zu scannen und auf diese Weise Oberflächenveränderungen zu erkennen. Laserscanner, wie sie die Firma geo-konzept anbietet, senden bis zu zehntausend Laserimpulse pro Sekunde aus und messen die Zeit, den ein solcher Impuls für die Strecke vom Scanner zur Messoberfläche und wieder zurück benötigt. Daraus errechnet sich der Abstand zum Scanner. Da der Scanner in der Lage ist, innerhalb von Minuten Millionen von Messpunkten aufzunehmen, entsteht ein hochaufgelöstes dreidimensionales Abbild des gemessenen Objekts.
Laserscanner finden in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung, von der Ingenieurs- und Architekturvermessung über Archäologie und Naturgefahrenforschung bis zum Einsatz im Bergbau. -
Navigationshilfe mit Display und Lichtbalkenanzeige unterstützen den Fahrer. Ein Lenkassistent übernimmt das Steuer.
Lenkassistenzsysteme greifen in die Lenkung des Fahrzeugs ein. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Fahrzeug auf der Spur halten können, jedoch nicht aus jeder Lage, selbstständig und in angemessener Geschwindigkeit, auf die Fahrspur lenken können. Sie verfügen meist über einen Hangneigungsausgleich und wirken direkt auf das Lenkrad ein. Die systembedingte Genauigkeit liegt im Bereich von ca. 5 cm, so dass die Genauigkeit von Zweifrequenzempfängern mit Korrekturen einer lokalen Referenzstation nicht voll umgesetzt werden können. Ein Lenkassistenzsystem kann im Gegensatz zu automatischen Lenksystemen, innerhalb kurzer Zeit auf andere Fahrzeuge umgebaut werden.
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Light Detection And Ranging
Durch Aussendung eines Lichtimpulses und der Detektion des reflektierten Lichts kann dessen Entfernung zur Lichtquelle bestimmt werden. Diese Entfernung lässt sich über die Laufzeit des Lichts von der Quelle zu einem Objekt und zurück durch Multiplikation mit der Lichtgeschwindigkeit bestimmen. Geräte, die das beschriebene Impulslaufzeitverfahren zur flächenhaften Abtastung der Umgebung einsetzen, werden als LiDAR-Sensoren bezeichnet. Diese kommen traditionell in Flugzeugen zum Einsatz (z.B. ALTM), jedoch fanden in den letzten Jahren die terrestrischen (z.B. ILRIS) und mobilen (z.B. LYNX) Sensoren eine rasche Verbreitung.
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Navigationshilfe mit Display und Lichtbalkenanzeige unterstützen den Fahrer, der selbst lenkt.
Manuelle Parallelführungssysteme zeigen dem Fahrer auf einem Lichtbalken und einem Bildschirm an, wie er das Fahrzeug lenken muss, um es auf der Fahrspur zu halten. Die Systeme werden in der Regel mit L1-korrigiertem GPS und ohne Hangneigungsausgleich eingesetzt. Die Systemgenauigkeit beträgt deshalb nur 10 bis 30 cm, ohne den Fehler, der durch falsche oder verspätete Lenkkorrekturen des Fahrers entsteht. Somit sind manuelle Parallelführungssysteme vor allem für Anwendungen im Vorauflauf und im Grünland geeignet.
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Mobile RTK-Referenzstationen sind transportabel und bieten in einem Radius von bis zu 5 km die bestmögliche Genauigkeit von 2,5 cm.
Eine mobile Referenzstation besteht aus einem RTK-GPS-Empfänger mit Stromversorgung und einem Funkmodem. Die Initialisierungszeiten liegen in einem Bereich von < 1 Minute.
Je nach Aufstellungsort und Gelände können die Korrekturdaten mit diesem Modem ca. 5 km weit übertragen werden. Das Funksignal wird nur wenig durch Bäume oder Gebäude abgeschattet.
Die Referenzstation kann in einem Transportkoffer mitgeführt und am Feldrand aufgestellt werden (Zeitbedarf: ca. 3 Minuten). Der integrierte Akku ermöglicht sehr gutes Handling des Systems im mobilen Einsatz. Aufgrund der geringen Reichweite des Funksignals ist eine mobile Basisstation für einen Betrieb, der mehrere Fahrzeuge gleichzeitig mit RTK-Korrekturen versorgen möchte, eher ungeeignet.
Durch die Speichermöglichkeit der Aufstellpositionen, können selbst im mobilen Betrieb Arbeiten durchgeführt werden, die eine höchste statische Genauigkeit erfordern. -
Der DGPS-Korrekturdatendienst OmniSTAR VBS/VRC bietet eine absolute Genauigkeit unter 1 m und eine Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 10-30 cm.
OmniSTAR VBS/VRC ist ein kostenpflichtiges Korrektursignal, das durch ein weltweites Netz an Basisstationen über einen geostationären Satelliten ausgestrahlt wird. Die Korrekturdaten können von OmniSTAR-fähigen Empfängern verarbeitet werden. Der Empfang ist weltweit möglich.
Das OmniSTAR VBS/VRC-Signal ist wie EGNOS anfällig für Abschattungen des Satelliten. Die Genauigkeiten, die mit OmniSTAR VBS und VRC erreicht werden, sind vergleichbar mit den Genauigkeiten, die man mit Küstenfunk oder EGNOS erreicht. Mit einem modernen, hochwertigen GPS-Empfänger lassen sich die Signalausfälle eines Einfrequenz (L1) korrigierten Korrektursignals für einen längeren Zeitraum überbrücken. Deshalb spielt das Thema Abschattung durch Bäume in diesen Fällen eine eher untergeordnete Rolle. Zudem ist die Hochlaufzeit nach einer langen Abschattung so gering, dass ein nahezu störungsfreies Arbeiten auch an Grenzstandorten mit einem hohen Anteil an Feldrandgehölzen oder Waldgrenzen möglich ist. -
Der HP/RTK Korrekturdatendienst OmniSTAR XP/HP verbessert die Genauigkeit von Satellitennavigationsdaten auf < 20 cm absolut und 5-10 cm Spur-zu-Spur.
Der kostenpflichtige OmniSTAR XP/HP-Korrekturdatendienst liefert Korrekturdaten für beide GPS-Frequenzen (L1 und L2) via Satellit. Dieses Signal kann von Zweifrequenz GPS-Empfängern empfangen und verarbeitet werden. Diese erreichen dann eine Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 5 bis 10 cm und eine absolute Genauigkeit von 20 bis 30 cm.
Nach dem ersten Einschalten des GPS-Empfängers kann es allerdings bis zu 15 Minuten dauern, bis diese Genauigkeit zur Verfügung steht (Initialisierungszeit). Auch nach längerer Abschattung des Signals in Richtung Süden durch Bäume und Gebäude ist unter Umständen eine Neuinitialisierung erforderlich. Mit Trimble-Empfängern hat sich die Initialisierungszeit inzwischen auf deutlich unter 5 Minuten reduziert, wodurch der OmniSTAR XP/HP-Dienst für die Landwirtschaft an Attraktivität gewonnen hat.
Trotzdem ist ein sorgenfreies Arbeiten mit diesem Korrektursignal nur dann möglich, wenn im Einsatzgebiet wenig oder keine Abschattung zu erwarten ist. Bestellt man eine OmniSTAR XP- oder HP-Lizenz, so ist automatisch eine kostenfreie OmniSTAR VBS-Lizenz für die Dauer des Abonnements dabei. Die kürzere Initialisierungszeit des OmniSTAR VBS-Signals wird zur Überbrückung verwendet, bis das HP-Signal eine höhere Genauigkeit erreicht. Auch so können die Initialisierungszeiten sehr stark verkürzt werden. Ein Qualitätsmerkmal für ein Lenksystem ist die automatische Abgleichung der Positionsdaten beim Fallback bzw. der Konvergenz von VBS und HP. Der Traktor sollte exakt auf der Spur bleiben und der Übergang zwischen primärem und Fallback-Signal sollte möglichst keine sichtbaren Spurabweichungen oder Positionssprünge verursachen. -
Exakte Navigation auf dem Feld ermöglicht diverse präzise Fahrstrategien und damit effizientes und wirtschaftliches Arbeiten.
Manuelle und automatische Parallelführungssysteme verbessern die Arbeitsqualität und steigern außerdem Effizienz und Produktivität. Durch Parallelführungssysteme wird der Fahrer entlastet und kann sich besser auf die Funktion und optimale Einstellung des Arbeitsgerätes konzentrieren. So werden Bedienungsfehler vor allem bei längeren Einsatzzeiten und in der Nacht deutlich reduziert.
- Überlappungen und Fehlstellen werden vermindert
- Anschlussgenaues Ausbringen von Pflanzenschutz und Dünger im Vorauflauf möglich
- Beste Arbeitsqualität durch absolut gerade Spuren
- Gleichbleibende Arbeitsqualität unabhängig von Sichtverhältnissen und Tageszeiten
- Entlastung des Fahrers und somit Steigerung der Arbeitsqualität
- Beetweise Bearbeitung
- Reduzierung des Vorgewendes
- Optimierung der Wendezeiten
- Controlled Traffic Farming (Regel-Fahrspur-Verfahren) möglich (Bodenschonung)
- Steigerung der Erträge unter gewissen Vorraussetzungen möglich
- Geringere Verluste bei mechanischer Unkrautbekämpfung
- Optimale Standraumverteilung der Pflanzen durch exakte Anschlussfahrt
- Maximale Ausnutzung der vorhandenen Feldarbeitstage möglich
- Reduzierung der variablen Kosten im Ackerbau (Verschleißteile, Kraftstoffkosten, Dünger, Saatgut, Pflanzenschutz)
- Reduzierung der fixen Maschinenkosten durch höhere Maschinenauslastungen
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Real-Time-Kinematic (RTK) bietet dank einer Referenzstation die derzeit bestmögliche Genauigkeit für Satellitennavigationsdaten von 2,5 cm.
RTK-GPS ist ein extrem genaues Verfahren, mit dem Sie über Jahre eine wiederholbare Genauigkeit bis zu 2,5 cm erzielen können. Man kann also einen einmal vermessenen Punkt oder eine Fahrspur auch nach einem Jahr mit einer Genauigkeit von 2,5 cm wieder finden oder abfahren. (Anmerkung: Die genannten Genauigkeiten beziehen sich immer auf die GPS-Antenne auf dem Fahrzeug. Je nach Präzision der Lenksteuerung, des Geräteeinflusses und der Fahrbahneigenschaften trägt das Fahrzeug-Gerätesystem zusätzlich zum Fehler bei.) Mobile oder fest installierte Referenzstationen senden per Funk Korrekturdaten an den im Schlepper installierten Empfänger. Dieser erfasst zusätzliche Satellitendaten des L2-Frequenzbandes, die eine erhöhte Genauigkeit ermöglichen. Alternativ sind Daten über mobiles Internet zu empfangen.
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Maß, für das Refelxionsvermögen eines Materials.
Die Reflektivität ist ein Maß dafür, wie viel Licht von einem bestimmten Material reflektiert werden kann. Anders als der Albedo ist die Reflektivität nicht über den Quotienten aus einfallendem zu reflektiertem Licht definiert, sondern als Skala mit Prozenteinheiten. Es gibt somit Materialien, die weit mehr als 100% Reflektivität aufweisen (z.B. Reflektormaterialien). 100% ist ein sehr gut reflektierendes, natürliches Ziel. Ein guter Durchschnitt für natürliche Ziele liegt bei ca. 80%, wobei einige Materialien diesen Wert klar unterschreiten (z.B. Kohle mit ca. 20%).
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Die Nähe zur gleichen Position innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Nicht notwendigerweise die wahre, absolute Position.
Die relative Genauigkeit drückt aus, wie genau ein bestimmter Punkt innerhalb eines definierten Zeitraums wieder gefunden werden kann. Das ist nicht zwangsläufig die korrekte Ortskoordinate auf dem Planeten. Für die Parallelführung ist eine gute relative Genauigkeit völlig ausreichend. Um etwa einen Grenzstein wieder zu finden, oder Controlled Traffic Farming (Nutzung der selben Fahrgasse über Jahr hinweg) zu betreiben, reicht sie aber nicht. Hier wird eine hohe absolute Genauigkeit benötigt.

Eine hohe relative Genauigkeit ermöglicht beispielsweise die genaue Messung der Größe einer Fläche, ohne dass dabei die tatsächliche Lage genau bestimmt wird. Bei der Bestimmung der Flächengröße ist lediglich wichtig, dass die Abstände zwischen den Messpunkten korrekt sind. Ob die Messpunkte gegenüber der tatsächlichen Feldgrenze verschoben sind, spielt für die Größenbestimmung keine Rolle. -
RTK-Netzwerke liefern die Korrekturdaten für die präzise Sattelitennavigation aus dem Internet.
RTK-Netzwerke bestehen aus mehreren RTK-Referenzstationen, deren Daten über das Internet an einen zentralen Rechner übertragen werden. Für jede beliebige Position innerhalb des Netzwerks können Korrekturen errechnet werden. Dabei werden in der Regel nicht nur die Daten einer, sondern aller umliegenden Referenzstationen einbezogen. Der Zentralrechner ist im Gegensatz zu einer fest installierten Referenzstation in der Lage, Korrekturdaten in unterschiedlichen Formaten – also für verschiedene Empfängerfabrikate - bereit zu stellen.
Die Korrekturdaten aus RTK-Netzwerken sind über das Internet zugänglich. Sie können deshalb über Mobilfunk empfangen werden. Auch ein am Internet angeschlossener Rechner kann die Daten abrufen und wie eine fest installierte RTK-Referenzstation über ein Funkmodem in der näheren Umgebung zur Verfügung stellen.
Korrekturdaten aus RTK-Netzwerken sind besonders für Betriebe und Unternehmen geeignet, deren Einsatzgebiet nicht durch eine einzelne RTK-Referenzstation abgedeckt werden kann. Also insbesondere Lohnunternehmer und Betriebe mit unterschiedlichen Betriebsteilen.
Zudem können auch kleinere und mittlere Betriebe dank Korrekturdaten aus RTK-Netzwerken die Vorteile höchster Positionsgenauigkeit nutzen, ohne in eine fest installierte Referenzstation investieren zu müssen.
Die Daten können mit einem Mobilfunkmodem direkt auf dem Fahrzeug empfangen werden. In Regionen mit schlechtem Mobilfunkempfang wird der Einsatz eines mobilen Datenrepeaters empfohlen: Er empfängt Korrekturdaten über ein Mobilfunkmodem und versorgt das Gebiet in bis zu 3 km Umkreis mittels Datenfunk.
Fest installierte Referenzstationen stellen für arrondierte mittlere und große landwirtschaftliche Betriebe nach wie vor die beste RTK-Korrekturdatenquelle dar. Dies gilt ebenso für Betriebe mit Sonderkulturen, die höchste Ansprüche an die Genauigkeit und Betriebssicherheit der Korrekturdaten haben.
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Die DGPS-Korrekturdatendienste WAAS und EGNOS bieten eine absolute Genauigkeit unter 1 m und eine Spur-zu-Spur-Genauigkeit von 10 – 30 cm.
Die SBAS (Satellite Based Augmentation System) Dienste stellen DGPS Korrekturen kostenfrei zur Verfügung. WAAS (Wide Area Augmentation) wurde von der FAA(Federal Aviation Association) in den USA entwickelt. Das Korrekturdatensystem der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ist als EGNOS bekannt. Ein Netzwerk von Basisstationen empfängt GPS-Positionen, ermittelt daraus Korrekturen und sendet diese an geostationäre Satelliten. Diese Korrekturdaten können dann von WAAS/EGNOS-fähigen Empfängern ausgewertet werden. Das Signal ist in Europa und in den U.S.A. zu empfangen.
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Erfassung und Dokumentation aller wichtigen Daten für eine Regelkonforme Planung von Großbohrlochsprengungen.
Die Unfallverhütungsvorschrift „Sprengarbeiten“ (VBG 46) schreibt vor, dass bei Großbohrlochsprengungen die Vorgaben und Bohrlochabstände ermittelt, die Sprengstoffmenge berechnet, die Ansatzpunkte, die Richtung und Tiefe der Bohrlöcher bestimmt und die Verteilung der Ladung im Bohrloch festgelegt werden muss.
Grundlage für diese Planungsprozesse ist die messtechnische Ermittlung von Wandhöhe, Wandneigung und der Oberflächenstruktur (Profil, 3D-Modell).
Darüber hinaus müssen die Bohrlöcher nach dem Bohrvorgang auf Abweichungen in Richtung und Tiefe untersucht werden um gegebenenfalls die Lademengen korrigieren zu können. Die Kontrolle der Bohrlöcher kann mit Hilfe eines Bohrlochvermessungssystems durchgeführt werden. -
Die relative Genauigkeit in einem Zeitraum von 15 Minuten.
Spur-zu-Spur-Genauigkeit bezeichnet die relative Genauigkeit in einem Zeitraum von 15 Minuten. Eine hohe Spur-zu-Spur-Genauigkeit bedeutet nicht unbedingt eine hohe absolute Genauigkeit! Fehlt die absolute Genauigkeit ist eine Rückkehr an bestimmte Punkte im Feld unmöglich. Bei der Parallelführung entspricht das dem Ausmaß der Überlappung bzw. von Zwischenräumen zu benachbarten Spuren. Die Genauigkeitsangabe +/- 10 cm eines Trimble® Empfängers bedeutet beispielsweise, dass in 95 % der Zeit maximal 10 cm Überlappung bzw. Zwischenraum entstehen kann.
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Strip Tillage (streifenweise Bearbeitung) reduziert die Bearbeitungsfläche auf den Wurzelraum der Pflanzen.
Eine neue Tendenz im Pflanzenbau geht dahin, lediglich Teile des Feldes in Streifenform zu bearbeiten. Durch den geringeren Zugkraftbedarf bei der Grundbodenbearbeitung wird Treibstoff eingespart. Die nicht bearbeiteten Flächenanteile profitieren von einer besseren Bodengare und einer geringeren Erosionsanfälligkeit. Das Verfahren ermöglicht außerdem eine Depotdüngung von Reihenkulturen im Herbst.
Die streifenweise Bearbeitung und die Depotdüngung setzen voraus, dass Anbaugeräte wiederholbar auf derselben Fahrspur gelenkt werden können. Dies ist nur mit der Anbaugerätelenkung AgGPS TrueTracker und GPS-Positionierung mit RTK-Genauigkeit (2,5 cm) möglich. -
Das automatische oder manuelle Ein- und Ausschalten von einzelnen Teilbreiten oder Säorganen zur exakten Ausbringung der Betriebsmittel.
Das Schalten von Teilbreiten reduziert die Kosten für Betriebsmittel, da Überlappungen, insbesondere im Vorgewende, auf ein Minimum reduziert werden. Mit Hilfe von Positionsdaten wie GPS kann die Teilbreitenschaltung automatisiert werden. Mit Trimble® AgGPS EZ-Boom 2010 können z. B. bis zu zehn Teilbreiten automatisch ein- und ausgeschaltet werden. In Kombination mit der Kontrolle der Ausbringungsmengen können Betriebsmittel in erheblichem Ausmaß eingespart werden. Das Ergebnis: Mitteleinsparung bei Düngung, Pflanzenschutz und Aussaat, verbesserter Pflanzenwuchs und eine deutliche Entlastung des Fahrers. Selbst teilflächenspezifisches Düngen oder Säen ist mit dem FmX-Display oder EZ-Guide 500 und EZ-Boom kein Problem. Auf Wunsch können auch Applikationskarten mit Sollmengen auf das Terminal übertragen werden. EZ-Guide 500 und FmX regeln die Ausbringmengen und zeichnen die tatsächlich ausgebrachte Menge auf.
